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Was kostet eine Website? Kostenfaktoren, Wege und laufende Kosten verständlich erklärt

Der Preis einer Website hängt von Umfang, Inhalten, Funktionen und dem Weg der Umsetzung ab. Hier sehen Sie alle Kostenfaktoren und wie Sie Angebote fair vergleichen.

Taschenrechner am Schreibtisch mit Kaffeetasse

Wer wissen will, was eine Website kostet, findet im Netz Antworten von „kostenlos“ bis „nach oben offen“. Beides stimmt, und genau deshalb hilft eine einzelne Zahl kaum weiter. Der Preis hängt davon ab, wie viele Seiten Sie brauchen, wer Texte und Bilder liefert, welche Funktionen dazukommen und ob Sie selbst bauen oder bauen lassen. In diesem Ratgeber sehen Sie alle Kostenfaktoren, die laufenden Kosten nach dem Start und woran Sie ein faires Angebot erkennen.

Drei Fragen bestimmen den Preis

Eine Website setzt sich aus Arbeit, Software und Betrieb zusammen, und jedes Unternehmen braucht davon eine andere Mischung. Bevor Sie Preise vergleichen, sollten Sie deshalb drei Fragen für sich beantworten:

  • Was soll die Website leisten? Eine digitale Visitenkarte mit Adresse und Öffnungszeiten ist etwas anderes als eine Unternehmenswebsite, die regelmäßig Anfragen und Bewerbungen bringen soll, oder ein Shop, der Produkte verkauft.
  • Wie viel übernehmen Sie selbst? Jede Stunde, die Sie in Gestaltung, Texte, Technik und Pflege stecken, sparen Sie extern. Dafür fehlt sie Ihnen im Tagesgeschäft.
  • Wie individuell soll das Ergebnis sein? Eine Vorlage mit Standardfunktionen ist schneller umgesetzt als ein eigenes Design mit Schnittstellen zu Ihrer Software.

Grob gesagt zahlen Sie bei einem Homepage-Baukasten einen monatlichen Tarif und investieren viel eigene Zeit. Wer WordPress selbst einrichtet, zahlt für Hosting, Domain und eventuell Lizenzen und braucht technisches Wissen. Bei einem Freelancer oder einer Agentur kommt ein einmaliger Projektpreis hinzu, der sich aus dem Aufwand ergibt, dazu laufende Kosten für den Betrieb. Einen seriösen Projektpreis kann deshalb erst nennen, wer Ihren Umfang kennt.

Einmalige, laufende und spätere Kosten

Damit Sie Angebote und Tarife fair vergleichen können, lohnt es sich, die Kosten einer Website in drei Gruppen zu trennen:

  • Einmalige Kosten: Konzept und Seitenstruktur, Design, Einrichtung des Systems, Programmierung, Texte, Fotos, Tests, Livegang und Einweisung.
  • Laufende Kosten: Domain, Hosting, E-Mail-Postfächer, Lizenzen für Software und Erweiterungen, Wartung mit Updates und Backups, technischer Support.
  • Spätere Kosten: neue Seiten und Funktionen, Suchmaschinenoptimierung, Werbung, Newsletter, die Pflege von Inhalten und irgendwann ein Relaunch.

Rechnen Sie immer mit den Gesamtkosten über mehrere Jahre; der Preis zum Start ist nur ein Teil davon. Über drei Jahre kann ein Tarif, der im ersten Jahr fast nichts kostet, teurer werden als erwartet. Umgekehrt kann eine höhere einmalige Investition sinnvoll sein, wenn die laufenden Kosten niedrig bleiben und die Website mehr Anfragen bringt.

Die Kostenfaktoren im Überblick

Ob Sie selbst bauen oder bauen lassen: Diese Punkte entscheiden darüber, wie viel Aufwand in einer Website steckt. Die Tabelle zeigt, was den Aufwand erhöht und wo Sie sparen können, ohne das Ergebnis zu gefährden.

KostenfaktorDas erhöht den AufwandSo halten Sie die Kosten im Rahmen
UmfangViele Seiten mit unterschiedlichem Aufbau, zusätzliche Standort- oder ProduktseitenMit den wichtigsten Seiten starten und später erweitern
KonzeptUnklare Ziele, viele Beteiligte, lange AbstimmungenZiel und Zielgruppe vorab klären, eine Person entscheidet
DesignIndividuelle Gestaltung, eigene Illustrationen, AnimationenFertiges Corporate Design mitbringen, auf das Wesentliche konzentrieren
TexteAlle Texte neu, Fachthemen, Keyword-Recherche für jede SeiteRohtexte selbst liefern und professionell überarbeiten lassen
Bilder und VideosFotoshooting, Videoproduktion, LizenzenVorhandenes Material nutzen, lieber wenige gute Fotos
FunktionenTerminbuchung, Mitgliederbereich, Konfigurator, mehrstufige FormulareBewährte Standardlösungen statt Eigenentwicklung
OnlineshopViele Produkte und Varianten, Zahlungsarten, VersandregelnMit einem überschaubaren Sortiment starten
SchnittstellenAnbindung an CRM, Warenwirtschaft, Newsletter oder BuchhaltungNur anbinden, was im Alltag wirklich Arbeit spart
BarrierefreiheitNachträglicher Umbau, viele Formulare und DokumenteVon Anfang an barrierearm nach WCAG 2.2 planen
SEOViele Seiten mit eigener Keyword-Strategie, Weiterleitungen beim RelaunchGrundlagen direkt beim Bau einplanen
Umzug und RelaunchViele alte Inhalte, alte Adressen, DatenübernahmeInhalte vorher sichten und aussortieren

Umfang und Seitenzahl

Mehr Seiten bedeuten mehr Texte, mehr Bilder und mehr Tests. Mindestens so wichtig wie die Zahl ist die Art der Seiten. Zwanzig Standortseiten nach demselben Muster machen weniger Arbeit als zwanzig Seiten mit jeweils eigenem Aufbau. Eine kleine Firma kommt oft mit einer Startseite, einigen Leistungsseiten, einer Seite über das Team, Referenzen und Kontakt aus. Für ein sehr überschaubares Angebot kann auch ein Onepager reichen, also eine einzige lange Seite. Für Google ist es allerdings meist besser, wenn jede wichtige Leistung eine eigene Seite hat.

Vorlage oder individuelles Design

Eine fertige Vorlage, auch Template oder Theme genannt, spart Gestaltungszeit. Der Nachteil: Viele andere Websites nutzen dieselbe Vorlage, und Sie passen Ihre Inhalte an das Layout an statt umgekehrt. Ein individuelles Design entsteht aus Ihrer Marke und Ihren Inhalten, was mehr Zeit für Entwürfe und Abstimmung kostet. Wenn noch ein belastbares Logo, feste Farben und Schriften fehlen, kommt ein Corporate Design als eigener Posten hinzu.

Texte, Bilder und Videos

Inhalte sind der am häufigsten unterschätzte Posten. Gute Texte erklären Ihr Angebot verständlich, beantworten die Fragen Ihrer Kunden und sind so aufgebaut, dass Google sie einordnen kann. Wenn Sie Rohtexte selbst liefern, sinkt der Aufwand gegenüber Texten, die komplett neu entstehen. Tipps dazu finden Sie im Artikel Website-Texte schreiben. Bei Bildern wirken eigene Fotos von Team, Räumen und Arbeit glaubwürdiger als Stockfotos, ein Fotoshooting kostet aber zusätzlich. Stockfotos und Musik in Videos brauchen passende Lizenzen.

Funktionen, Shop und Schnittstellen

Ein einfaches Kontaktformular ist schnell eingerichtet. Terminbuchung, Mitgliederbereich, Konfigurator oder mehrstufige Formulare brauchen mehr Planung und Tests. Jede Funktion verursacht außerdem laufende Kosten, etwa für Lizenzen, Updates oder einen externen Dienst.

Ein Onlineshop ist ein eigenes Projekt: Produkte und Varianten wollen angelegt, Zahlungsarten, Versandregeln und Bestellbestätigungen per E-Mail eingerichtet werden. Bei Zahlungsdienstleistern fallen je nach Anbieter zusätzlich Gebühren pro Transaktion an. Wie wir Shops mit WooCommerce umsetzen, lesen Sie unter Onlineshop erstellen lassen. Schnittstellen zu CRM, Warenwirtschaft oder Newsletter-Tool sparen später Arbeit, kosten aber Entwicklungszeit und müssen nach Updates beider Systeme weiter funktionieren.

Barrierefreiheit

Eine barrierearme Website nach WCAG 2.2 berücksichtigt unter anderem ausreichende Kontraste, die Bedienung per Tastatur, Alternativtexte für Bilder und verständliche Formulare. Wird das von Anfang an eingeplant, fällt der Mehraufwand deutlich geringer aus als beim Nachrüsten einer fertigen Seite. Für viele Unternehmen ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) der Anlass, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ob es für Ihr Angebot gilt, klären Sie mit Ihrer Rechtsberatung. Die technische Seite erklären wir unter barrierefreie Website und im Artikel zur WCAG.

SEO und Sichtbarkeit

Suchmaschinenoptimierung beginnt beim Bau: saubere Seitenstruktur, sprechende Adressen, Seitentitel und Beschreibungen, schnelle Ladezeiten, strukturierte Daten und eine XML-Sitemap. Diese Grundlagen gehören in jedes Angebot. Eine Keyword-Recherche für viele Seiten oder laufende Optimierung nach dem Start ist dagegen ein eigener Budgetposten. Mehr dazu auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

Was Baukasten, WordPress, Freelancer und Agentur kosten

Die meisten Websites entstehen auf einem von vier Wegen. Neben dem Preis unterscheiden sie sich darin, wer die Arbeit macht und wer das Risiko trägt, wenn etwas nicht funktioniert.

WegExterne KostenIhr eigener AufwandLaufende KostenPasst gut für
Homepage-BaukastenNiedrig, monatlicher TarifMittel bis hoch: Gestaltung, Inhalte, PflegeTarif, ZusatzfunktionenPrivate Projekte, Vereine, erste Tests, sehr einfache Firmenseiten
WordPress selbstNiedrig: Hosting, Domain, einzelne LizenzenHoch: Einrichtung, Gestaltung, Sicherheit, UpdatesHosting, Lizenzen, Ihre Zeit für WartungTechnisch versierte Menschen mit Zeit
FreelancerMittel, abhängig vom UmfangNiedrig bis mittel: Inhalte, AbstimmungHosting, Wartung nach AbspracheKlar abgegrenzte Projekte mit festen Vorgaben
Webdesign-AgenturHöher, abhängig vom UmfangNiedrig: Briefing, Termine, FreigabenHosting, Wartung, WeiterentwicklungWebsites, die Anfragen, Bewerbungen oder Umsatz bringen sollen

Welcher Weg grundsätzlich zu Ihnen passt, klären wir ausführlich im Artikel Website selbst erstellen. Hier geht es um die Kosten der einzelnen Wege.

Homepage-Baukasten: niedriger Einstieg, laufender Tarif

Bei einem Baukasten mieten Sie Software, Hosting und meist auch die Domain als Paket. Sie wählen eine Vorlage, tauschen Texte und Bilder aus und veröffentlichen die Seite per Klick. Viele Anbieter haben einen kostenlosen Einstieg, dann allerdings mit einer Subdomain des Anbieters und dessen Werbehinweis. Für eine eigene Domain brauchen Sie einen bezahlten Tarif. Die Preise legt jeder Anbieter selbst fest und ändert sie häufig, oft mit Aktionspreisen im ersten Jahr.

Achten Sie beim Vergleich auf zwei Dinge. Erstens gilt ein günstiger Einstiegspreis oft nur für die ersten Monate, danach zahlen Sie den regulären Preis. Zweitens kosten Zusatzfunktionen wie Shop, Terminbuchung oder Rechtstexte-Dienste je nach Anbieter extra oder setzen einen höheren Tarif voraus. Die Grenzen von Baukästen im Detail beschreibt der Artikel Website-Baukasten oder Agentur.

Wer WordPress selbst einrichtet, spart Geld und investiert Zeit

WordPress selbst kostet keine Lizenzgebühr, die Software ist Open Source. Kostenlos ist die Website damit trotzdem nicht. Zu zahlen sind Hosting und Domain, häufig auch ein Premium-Theme und einzelne Plugins, die als Jahreslizenz laufen. Der größte Posten ist aber Ihre Zeit: Einrichtung, Gestaltung, Sicherheit, Backups und regelmäßige Updates. Wer sich mit dem Content-Management-System auskennt, bekommt viel Freiheit für wenig Geld. Wer es nebenbei lernt, braucht Geduld und riskiert Sicherheitslücken, wenn die Pflege liegen bleibt.

Der Freelancer als Ansprechpartner für klar abgegrenzte Aufgaben

Ein Freelancer rechnet ein Projekt nach Aufwand oder als Festpreis ab. Der Preis hängt davon ab, was die Person übernimmt: nur Design, nur Technik oder beides, dazu vielleicht Texte und SEO. Für eine überschaubare Website mit klaren Vorgaben kann das gut passen. Klären Sie vorab, wer Hosting und Wartung übernimmt, wie Urlaub oder Krankheit aufgefangen werden und dass Domain und Zugänge auf Ihren Namen laufen.

Mit einer Webdesign-Agentur steigen die Projektkosten, Ihr Aufwand sinkt

Eine Agentur bündelt Konzept, Design, Technik, Texte und SEO in einem Team. Die einmaligen Kosten sind meist höher als bei den anderen Wegen, dafür sinkt Ihr eigener Aufwand auf Briefing, Termine und Freigaben. Fragen Sie nach, wer tatsächlich an Ihrem Projekt arbeitet und ob Aufgaben an Subunternehmer gehen. Klären Sie auch, welches System eingesetzt wird: Bei WordPress fallen laufend Hosting und Wartung an, bei Webflow zahlen Sie zusätzlich einen monatlichen Tarif direkt an Webflow. Welches System zu Ihnen passt, zeigt der Vergleich Webflow oder WordPress.

Und was ist mit KI?

KI-Werkzeuge erstellen in wenigen Minuten einen ersten Entwurf mit Struktur, Texten und Bildern. Das spart Zeit beim Start, ersetzt aber weder Ihre eigenen Inhalte noch die Prüfung von Fakten, Technik und Rechtstexten. Die meisten KI-Generatoren sind Teil eines Baukastens, die Kosten folgen also dessen Tarifen. Eine nüchterne Einordnung finden Sie im Artikel Website mit KI erstellen.

Laufende Kosten nach dem Livegang

Mit dem Livegang ist die Website nicht fertig bezahlt. Diese Posten sollten Sie für jedes Jahr einplanen:

  • Domain: Die Internetadresse wird jährlich verlängert. Bei Baukästen ist sie oft im ersten Jahr enthalten und danach kostenpflichtig. Manche Anbieter nehmen eine Domain dauerhaft in den Tarif auf. Prüfen Sie außerdem, ob Sie als Inhaber der Domain eingetragen sind.
  • Hosting: Speicherplatz und Rechenleistung auf einem Server. Wichtig sind Leistung, Serverstandort, Backups und ein erreichbarer Support. Für WordPress gibt es spezialisierte Angebote, etwa unser WordPress-Hosting mit Servern in Deutschland.
  • E-Mail: Postfächer mit Ihrer Domain sind oft im Hosting oder im Baukasten-Tarif enthalten, aber in begrenzter Zahl und Größe. Externe Büro-Pakete rechnen meist pro Nutzer ab.
  • SSL-Zertifikat: Die verschlüsselte Verbindung per HTTPS ist Standard und in vielen Tarifen enthalten.
  • Lizenzen: Premium-Themes, Plugins, Schriften, Stockfotos, ein Consent-Tool oder Shop-Erweiterungen laufen häufig als Jahresabo.
  • Wartung: Updates, Backups, Überwachung der Erreichbarkeit und Sicherheitsprüfungen. Entweder investieren Sie eigene Zeit, oder Sie vereinbaren eine WordPress-Wartung. Worauf es bei einem Vertrag ankommt, erklärt der Artikel zum WordPress-Wartungsvertrag.
  • Inhalte: neue Leistungen, Stellenanzeigen, Referenzen und aktuelle Fotos. Veraltete Seiten kosten Vertrauen.
  • Marketing: SEO-Betreuung, Anzeigen, Newsletter-Software und Auswertung. Diese Posten sind optional, bestimmen aber oft, wie viele Besucher die Website überhaupt erreicht.

Viele dieser Punkte stecken bei Baukästen im Monatspreis. Bei WordPress oder einer individuell entwickelten Website zahlen Sie sie einzeln, haben dafür aber mehr Auswahl bei Hosting und Wartung.

Versteckte Kosten, an denen Budgets häufig kippen

Die meisten Kostenüberraschungen entstehen bei Dingen, die im Angebot oder im Tarif nicht stehen, seltener bei der eigentlichen Technik:

  • Auslaufende Aktionspreise: Nach dem Einstiegszeitraum gilt der reguläre Preis, oft mit einer Mindestlaufzeit.
  • Fehlende Texte: Viele Angebote setzen voraus, dass Sie die Inhalte liefern. Wer sie später extern schreiben lässt, zahlt zusätzlich und verschiebt den Livegang.
  • Begrenzte Korrekturrunden: Sind nur wenige Runden enthalten, wird jede weitere Änderung nach Aufwand berechnet.
  • Lizenzen im Abo: Themes und Plugins müssen jährlich verlängert werden, damit sie weiter Updates bekommen.
  • Zusatzfunktionen im Baukasten: Shop, Terminbuchung, mehr Unterseiten oder Rechtstexte-Dienste erfordern häufig einen höheren Tarif oder ein Zusatzpaket.
  • Umzug: Baukasten-Websites lassen sich meist nicht vollständig in ein anderes System mitnehmen. Ein Wechsel bedeutet dann einen Neubau.
  • Nachträgliche Barrierefreiheit: Kontraste, Formulare und Tastaturbedienung nachzurüsten ist aufwendiger, als sie von Anfang an einzuplanen.
  • Fehlende Wartung: Eine nicht gepflegte Website wird langsamer und angreifbar. Die Wiederherstellung nach einem Angriff kostet in der Regel mehr als regelmäßige Pflege. Was dann zu tun ist, steht im Artikel WordPress gehackt.
  • Relaunch ohne Weiterleitungen: Wer beim Umbau alte Adressen nicht per 301-Weiterleitung auf die neuen Seiten lenkt, verliert Besucher und Rankings.
  • Domain und Zugänge beim Dienstleister: Läuft die Domain nicht auf Ihren Namen, wird ein späterer Wechsel kompliziert und teuer.

Prüfen Sie das Kleingedruckte

Lesen Sie bei Baukästen und Hosting-Tarifen immer die Angaben zu Mindestlaufzeit, Preis nach der Aktionsphase, Einrichtungsgebühr und enthaltenen Postfächern. Bei Angeboten von Dienstleistern achten Sie darauf, dass jede Leistung beschrieben ist und laufende Kosten getrennt ausgewiesen sind.

Ihre eigene Zeit ist ein echter Kostenfaktor

Eine selbst erstellte Website wirkt günstig, weil auf der Rechnung nur der Tarif steht. Die Arbeit steckt woanders: Einarbeitung in das System, Auswahl und Anpassung der Vorlage, Texte schreiben, Fotos auswählen und bearbeiten, Tests auf dem Smartphone, Einrichten von Domain und E-Mail, später Pflege und Updates. Dazu kommt Zeit für alles, was nicht auf Anhieb funktioniert, bevor die Seite online gehen kann.

Eine einfache Rechnung hilft bei der Entscheidung: Schätzen Sie die Stunden, die Sie für Aufbau und Pflege im ersten Jahr brauchen, und multiplizieren Sie sie mit dem Wert einer Arbeitsstunde in Ihrem Kerngeschäft. Stellen Sie das Ergebnis den externen Kosten gegenüber. Fragen Sie sich außerdem, ob die selbst gebaute Seite dasselbe leistet, also genauso gut gefunden wird und genauso viele Anfragen bringt. Für manche Vorhaben reicht die eigene Lösung völlig, für andere nicht. Wer es selbst versuchen will, findet eine Anleitung unter Homepage erstellen.

Angebote nach Leistungen vergleichen statt nach Endsummen

Zwei Angebote mit ähnlicher Endsumme können sehr unterschiedliche Leistungen enthalten. Vergleichen Sie deshalb Punkt für Punkt, was geliefert wird. Zuerst lohnt ein Blick auf das Abrechnungsmodell:

ModellVorteilDarauf sollten Sie achten
FestpreisSie kennen die Kosten vorab und können planen.Der Leistungsumfang muss genau beschrieben sein. Wünsche außerhalb davon werden gesondert angeboten.
Abrechnung nach AufwandFlexibel, wenn der Umfang noch unklar ist oder laufend Aufgaben anfallen.Vereinbaren Sie einen Kostenrahmen und regelmäßige Aufstellungen der Stunden.

Diese Punkte sollten in einem vollständigen Angebot stehen:

  • Seiten und Seitentypen, konkret aufgelistet
  • Anzahl der Designentwürfe und Korrekturrunden
  • Wer die Texte schreibt und für wie viele Seiten
  • Bilder: Fotoshooting, Stockfotos, Lizenzen, Bildbearbeitung
  • Jede Funktion einzeln, etwa Formulare, Buchung, Shop oder Schnittstellen
  • SEO-Grundlagen wie Seitentitel, Beschreibungen, Weiterleitungen und Sitemap
  • Barrierefreiheit mit Angabe des Standards, etwa WCAG 2.2, und der Art der Tests
  • Tests auf Smartphones, Tablets und in gängigen Browsern
  • Einweisung, damit Sie Inhalte selbst pflegen können
  • Wem Domain, Zugänge, Inhalte und Design gehören
  • Laufende Kosten für Hosting, Lizenzen und Wartung, getrennt ausgewiesen
  • Zeitplan und was Sie bis wann zuliefern
  • Wie Fehler nach dem Livegang behoben werden

Warnsignale

Vorsicht ist angebracht bei Pauschalpreisen ohne vorheriges Gespräch, bei Angeboten ohne Leistungsbeschreibung und wenn der Dienstleister die Domain auf sich selbst registrieren will. Fragen Sie außerdem nach, ob Ihre Website auf einer gekauften Vorlage aufbaut oder individuell gestaltet wird. Beides kann sinnvoll sein, aber Sie sollten wissen, wofür Sie bezahlen. Wie ein Webprojekt typischerweise abläuft, lesen Sie im Artikel Ablauf eines Webprojekts.

In fünf Schritten zu einem realistischen Budget

  1. Ziel festlegen

    Was soll die Website in einem Jahr erreicht haben? Mehr Anfragen, mehr Bewerbungen, Verkäufe oder vor allem Vertrauen bei Bestandskunden? Das Ziel bestimmt Umfang und Funktionen.

  2. Umfang skizzieren

    Schreiben Sie eine Liste aller Seiten und Funktionen. Markieren Sie, was zum Start nötig ist und was später folgen kann. So bleibt das erste Budget überschaubar.

  3. Inhalte prüfen

    Welche Texte, Fotos, Referenzen und Logos gibt es schon? Was fehlt, kostet entweder Ihre Zeit oder externes Budget.

  4. Gesamtkosten rechnen

    Addieren Sie einmalige Kosten und laufende Kosten über drei Jahre. Erst dann lassen sich Baukasten, WordPress, Freelancer und Agentur fair vergleichen.

  5. Angebote einholen und Förderung prüfen

    Holen Sie zwei bis drei Angebote auf Basis desselben Briefings ein. Ob es für Ihr Vorhaben ein passendes Förderprogramm gibt, prüfen Sie in der Förderdatenbank des Bundes, bei Ihrer IHK oder der Wirtschaftsförderung. Einen Überblick gibt der Artikel Förderung für die Website.

So entsteht bei dpi Design ein Festpreis

Wir nennen für Websites keine Pauschalpreise, weil zwei Unternehmen mit „zehn Seiten“ sehr unterschiedliche Projekte haben können. Stattdessen klären wir im kostenlosen Erstgespräch Ziele, Zielgruppe, Umfang, Inhalte und Funktionen. Das Gespräch führen wir vor Ort bei uns im Büro, telefonisch oder per Video. Innerhalb von drei Werktagen danach erhalten Sie ein Festpreisangebot.

Technisch setzen wir auf WordPress mit eigenem Theme ohne Page-Builder oder auf Webflow. An Ihrem Projekt arbeitet unser festes Team, wir geben keine Aufträge an Subunternehmer weiter. Für den Betrieb danach gibt es WordPress-Hosting und Wartungspakete, deren Preis wir ebenfalls auf Anfrage nennen.

Was kostet Ihre Website?

Wenn Sie eine belastbare Zahl für Ihr Vorhaben möchten, sprechen Sie mit uns. Auf der Seite Website erstellen lassen sehen Sie, wie wir arbeiten und was in einer Website von uns steckt. Haben Sie schon eine Website und sind unsicher, ob sich ein Neubau lohnt, starten Sie mit dem kostenlosen Website-Check.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen?

Mit einem Baukasten zahlen Sie einen Monatstarif beim Anbieter, dazu kommt Ihre eigene Zeit für Inhalte und Pflege. Wird die Website individuell erstellt, ergibt sich der Preis aus Umfang, Inhalten und Funktionen. Einen seriösen Festpreis kann ein Dienstleister erst nach einem Gespräch über Ihr Vorhaben nennen.

Warum nennen viele Agenturen keine Preise auf der Website?

Weil der Aufwand von Projekt zu Projekt stark schwankt. Seitenzahl, Texte, Bilder, Funktionen und Schnittstellen verändern den Preis erheblich. Eine Pauschale wäre für kleine Vorhaben zu hoch und für große zu niedrig. Ein Festpreisangebot nach einem Gespräch ist für Sie verlässlicher.

Welche laufenden Kosten hat eine Website pro Jahr?

Typisch sind Domain, Hosting, E-Mail-Postfächer, Lizenzen für Themes, Plugins oder Dienste und die Wartung mit Updates und Backups. Optional kommen SEO, Anzeigen und die Pflege von Inhalten dazu. Bei Baukästen sind viele dieser Posten im Monatspreis enthalten.

Ist eine Website mit WordPress kostenlos?

Die Software ist kostenlos, die Website nicht. Hosting und Domain kosten immer Geld, dazu kommen häufig Premium-Themes und Plugins sowie Zeit oder Budget für Wartung. Wer die technische Pflege nicht selbst übernehmen will, kann sie über eine WordPress-Wartung abgeben.

Wie kann ich Kosten sparen, ohne dass die Qualität leidet?

Klären Sie Ziel und Zielgruppe vorab, bereiten Sie Texte und Fotos vor und starten Sie mit den wichtigsten Seiten. Nutzen Sie bewährte Standardfunktionen statt Eigenentwicklungen und planen Sie SEO und Barrierefreiheit gleich zu Beginn ein, damit nichts nachgerüstet werden muss. Eine feste Ansprechperson auf Ihrer Seite verkürzt Abstimmungen.

Gibt es Förderungen für eine neue Website?

Das hängt von Ihrem Standort, Ihrer Unternehmensgröße und dem Vorhaben ab, und Programme ändern sich regelmäßig. Prüfen Sie aktuelle Angebote in der Förderdatenbank des Bundes, bei Ihrer IHK oder der örtlichen Wirtschaftsförderung. Mehr dazu im Artikel Förderung für die Website.

Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt.

Ein Gespräch von 30 Minuten, kostenlos. Danach wissen Sie, was Ihre Website braucht, was sie kostet und wie lange es dauert.

Dominik Plaszewski

Dominik PlaszewskiGeschäftsführer
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